Interview mit einer Mitarbeiterin der ersten Cairo Stunde
Wir sprechen mit Iris Krämer, der ersten Mitarbeiterin der Cairo AG vor 30 Jahren. Noch heute arbeitet sie im Unternehmen, jetzt als Leiterin der Serviceabteilung.
Iris, als Du Dich vor etwas mehr als 30 Jahren bei uns beworben hast, gab es die Cairo noch nicht als Unternehmen.
Richtig, damals gab es nur die Idee. Mein Bewerbungsgespräch fand in der Werbeagentur statt, mit der die ersten Designkataloge umgesetzt wurden. Die CI Möbel Direkt Versand GmbH, wie das Unternehmen in der Startphase hieß, wurde erst gegründet.
Wie fing dann der erste richtige Arbeitstag bei dem Designmöbel-Versandhändler an? Im Kopf entstehen Bilder, wie dies vielleicht damals ausgesehen hat.
Es war, nach meiner Erinnerung am 1. Juli 1995 in Dietzenbach in den ersten angemieteten Räumlichkeiten des Unternehmens, ganz anders als erwartet. Ich kam in ein leeres Büro und es stand dort kein einziges Möbelstück. Auch für uns galten damals die Lieferzeiten von 6 bis 8 Wochen, „heute bestellt - morgen geliefert“ gab es noch nicht. Aber wir haben dann improvisiert. Die ersten Möbelbestellungen kamen bald, wir haben jeweils erst zwei Stück gekauft. Ich habe die Maße und Produktdetails erfasst, um die Ware verkaufsfähig zu machen. Im September war es dann mit dem ersten Katalog so weit.
Wurde dieser cairlo.livesignkatalog direkt deutschlandweit verbreitet?
Nein, wir wollten erst einmal nur im Postleitzahlenbereich 6 rund um Frankfurt anfangen, weil wir hier einfacher liefern konnten. Vom ersten Katalog ging aber eine Teilmenge auch nach Berlin, worauf wir noch nicht eingerichtet waren. Ein Freund von mir hatte ein Logistikunternehmen und er kannte Studenten, die uns aushelfen konnten. So haben wir die ersten Bestellungen wie versprochen ausliefern können.
Heute leitest Du die Serviceabteilung - und hast dabei auch häufig mit langjährigen Kunden zu tun?
Richtig, gerade beispielsweise eine Kundin mit einer Feetback Fußmatte, die sie vor 18 Jahren gekauft hatte. Wir haben ihr noch heute Ersatzbürsten besorgen können und sie war von unserer Nachhaltigkeit begeistert. Das klappt nicht bei jedem Hersteller und jedem Produkt - aber wir versuchen immer zu helfen.
Im Service gibt es auch Kunden, die verärgert sind, weil etwas nicht klappt?
Ja, aber sie schätzen sehr, dass wir erst einmal genau zuhören und nach Lösungen suchen. Das macht mir persönlich Spaß und ich kenne die Produkte aus den 30 Jahren von Cairo. Auch wenn es noch so ärgerlich ist - weil wir uns persönlich um das Anliegen kümmern, entwickeln sich viele Gespräche ins Positive und wir lachen oft gemeinsam. Der persönliche Umgang mit Menschen ist mir wichtig, mit Kunden aber auch dem Team intern. Ich bin dabei immer authentisch und kann mich auch nicht verstellen.
Du hast auch ein Lieblingsprodukt mitgebracht?
Richtig, den Schutzengel von Ottmar Hörl, mein persönliches Lieblingsprodukt. Der begrüßt mich zu Hause, wenn ich von der Arbeit nach Hause zurück komme. Und beschützt mich am nächsten Morgen, wenn ich mich wieder aufmache. So einen Schutzengel braucht doch wirklich jeder (lacht).
30 Jahre Cairo, da haben wir Dir viel zu verdanken. Cairo ist auch ein Teil Deines Lebens geworden?
Ja, absolut.
Vielen Dank für das Gespräch.


